Verantwortung im Fokus: Ein neuer Blick auf Führung und Selbstführung

In einer Welt, in der Führungskräfte oft glauben, sie müssten überall die Ersten sein, kommt die Metapher einer Hühnerfarm ins Spiel: Der Chef einer Hühnerfarm muss nicht selbst Eier legen können. Diese einfache Weisheit öffnet uns die Augen für die wahre Essenz von Führung – es geht nicht darum, selbst der beste Angestellte zu sein, sondern einen Rahmen zu schaffen, in dem Mitarbeiter die Verantwortung tragen wollen und können.

Führung beginnt mit Selbstführung

Gunnar Barghorn illustriert, wie Selbstführung den Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmenskultur legt. Er demonstriert, dass wahre Verantwortung bei sich selbst beginnt und wie durch vorbildliches Handeln und Geduld ein Umfeld geschaffen wird, das Eigenverantwortung fördert.

Von der Fehler- zur Irrtumskultur

Ein kritischer Aspekt in der Entwicklung einer produktiven Unternehmenskultur ist der Übergang von einer Fehler- zu einer Irrtumskultur. Während Fehler in der “blauen Wertschöpfung” als unnötige Verschwendung betrachtet werden, werden Irrtümer in der “roten Wertschöpfung” als wertvolle Lerngelegenheiten geschätzt. Eine Kultur, die das Risiko des Irrtums akzeptiert, ist essentiell für Innovation und Kreativität.

Verantwortung ermöglichen durch klare Strukturen

Klare Strukturen und Entscheidungsfreiheiten sind entscheidend, um Mitarbeitern die Sicherheit zu geben, die sie benötigen, um eigenständig Entscheidungen zu treffen. Die Philosophie “Wer fragt, führt” zeigt, wie essenziell es ist, Mitarbeitern zu vertrauen und sie zu ermutigen, eigenständige Lösungen zu entwickeln. Dazu gehört es auch, als Führungskraft zu lernen nicht immer sofort den Impuls nachzugeben, auf Fragen der Mitarbeiter zu antworten. Denn nicht umsonst steckt in dem Wort Verantwortung das Wort Antwort.

Eigenverantwortung der Mitarbeiter stärken

Die Stärkung der Eigenverantwortung ist ein Schlüsselelement erfolgreicher Unternehmensführung. Indem Du Deine Mitarbeiter ermutigst, selbst Antworten zu finden und Verantwortung für ihre Bereiche zu übernehmen, stärkst Du ihr Engagement und ihre Zufriedenheit. Eine Frage kann mehr bewirken als tausend Anweisungen. So haben Mitarbeiter die Möglichkeit, selbst zu denken und zu handeln.

Praktische Umsetzung im Unternehmensalltag

Gunnar Barghorn nutzt Fehler und Herausforderungen, um die Kundenbindung zu stärken, indem er sie als Gelegenheiten nutzt, um dem Kunden zu zeigen, was das Unternehmen Barghorn in der Lage ist zu schaffen. Dieses proaktive und kundenorientierte Vorgehen hinterlässt einen bleibenden Eindruck und positioniert das Unternehmen positiv. Wohl wissend, dass es in der blauen Welt besser wäre, diese Fehler von vornherein zu vermeiden und tagtäglich an den Strukturen und Prozessen zu arbeiten, die das Wissen dahin bringen, wo es gebraucht wird, um Fehler zu vermeiden.

Geschwindigkeit und Effizienz als Unternehmensziele

Die Optimierung von Geschwindigkeit und Effizienz durch das Ausschalten von Verschwendung und das Schaffen klarer Strukturen trägt maßgeblich zum Erfolg bei. Durch die Konzentration auf das Wesentliche und das Ermöglichen von Mitarbeiterverantwortung entsteht ein motiviertes und erfolgreiches Team.

Schlusswort

Als Führungskraft liegt es in Deiner Verantwortung, ein Umfeld zu schaffen, das nicht nur Verantwortung erwartet, sondern diese auch lebbar macht. Indem Du Deinen Mitarbeitern die Möglichkeit gibst, selbstständig zu agieren, legst Du den Grundstein für ein engagiertes und erfolgreiches Team. Erinnere Dich daran: Es ist nicht Deine Aufgabe, die Eier selbst zu legen, sondern die Bedingungen zu schaffen, unter denen Deine Mitarbeiter dies tun können.

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Fehlerkultur vs. Irrtumskultur: Ein Exkurs in das menschliche Lernen

In diesem Blogbeitrag wird die wichtige Unterscheidung zwischen Fehlerkultur und Irrtumskultur in Unternehmen erörtert. Bei der blauen Wertschöpfung, wo bekanntes Wissen vorherrscht, führen vermeidbare Fehler zu Frustration und Verschwendung, da aus ihnen nichts Neues gelernt wird. Im Kontrast dazu steht die rote Wertschöpfung, ein Bereich ohne vorgegebenes Wissen, wo Irrtümer als Teil des kreativen und innovativen Prozesses angesehen werden. Hier sind Mut und ein sicherer Rahmen für das Experimentieren essentiell, um voranzukommen. Der Beitrag hebt hervor, dass Unternehmen eher eine Irrtumskultur fördern sollten, in der Irrtümer als Lernchance begriffen werden. Abschließend wird diskutiert, wie selbst aus Fehlern Vorteile gezogen werden können, wie das Beispiel von Gunnar zeigt, der Fehler nutzt, um die Kundenbindung zu stärken.

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